Wirb langsam!

Seit heute sind Medien & Entertainment in 3B um ein Projekt reicher:

Ich bin jetzt freier Media Consultant für die Mediaprint.tv GmbH. Ich berate Mediaprint und ihre Kunden bei der Produktion bewegter Bilder und deren Vermarktung.

Mediaprint produziert Firmen-Videos & Image-Filme mit Power-SEO und -Distribution. Die Filme sehen nicht nur toll aus, sie können auch überall gesehen und gefunden werden. Auf den Hompages der Kunden, auf allen interessanten Bewegtbildportalen wie Youtube, Vimeo, Sevenload und Google Maps. Professionell produziert. Prominent platziert.

In diesen Zeiten der audio-visuellen Revolution einwickelt sich das Internet für die meisten Menschen immer mehr zum wichtigsten Medium. Bewegtbild-Werbung, auch in Form von Image-Filmen wird jetzt nicht nur erschwinglich, sondern dank Google zu einem visuellen Erlebnis ohne Verfallsdatum. Wenn es von Kundenseite so gewünscht wird.

Wenn der Kunde möchte, bekommt er auch Bruce Willis als Off-Sprecher. Für einen absolut erschwinglichen Preis durch Blockproduktion. Oder Tom Hanks. Oder andere bekannte Hollywood-Stimmen aus der Mediaprint-Library. Der Image-Film lässt sich sogar als richtiger Spielfilm produzieren, der den USP des Kunden originell beschreibt. Die interaktive, digitale Email-Signatur mit direktem Link zum Film gibt’s on top.

Also, wenn Sie jemand kennen, der jemand kennt, der jemand kennt… Sie kennen das ja!

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Sarrazin und die Statistik

Puuuh, was für ein Heckmeck wegen Thilo Sarrarins Buch “Deutschland schafft sich ab!”

Das provokative Werk war schon vor seiner Erscheinung auf Platz 1 der Bestsellerliste. Jetzt ist es erschienen und muss angesichts des Sarrazinnnobers, der darum gemacht wird, wahrscheinlich gleich nachgedruckt werden. Provocation sells.

In dem Buch belegt Sarrazin seine latente Angst vor muslimischer Unterwanderung mit zahlreichen Statistiken. Wie es um die Glaubwürdigkeit von Statistiken belegt ist, wissen wir ja alle, aber in einem Fall hat Herr Sarrazin recht: Rassismus IST statistisch belegbar.

Man braucht nur die Durchmesser der Hälse aller Muslime in Deutschland addieren und durch die Zahl der Schnurrbarthaare von Sarrazin teilen, dann erhält man die Summe der weiteren Probleme zwischen den Religionen durch dieses Buch.

Jetzt nur noch den Schnurrbart etwas schmaler, Herr Sarrazin, dann passt’s *ürgs*

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Big Brüderle goes Sarrazin

Ach du dickes Ei, Big Brüderle hat wieder zugeschlagen!

Mit seiner Mandelkernkanone hat er Thilo Sarrazins Gehirn gekidnappt. Sarrazin hat keine produktive Funktion mehr. Wieder eine dieser ungewöhnlichen, aber effektiven Methoden, mit denen Big Brüderle im Hintergrund die Fäden zieht.

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Das Grauen kehrt zurück: 80ies-Lifestyle

In der Mode-, Feier- und Lifestyle-Szene ist ein seltsamer Trend auszumachen: Die Rückkehr der 80er-Jahre.

Leute, das könnt Ihr doch nicht ernst meinen. Wer auf 80er-Parties geht und 80ies-Klamotten trägt, der kann die 80er nicht erlebt haben. Die Achziger waren die Hölle. Schlimmer noch. Es war die Hölle, die als Himmel verkauft wurde. In den 80ern war es verklemmt und uninspiriert wie eine Dose Hundefutter. Es war die Zeit des Seitenscheitels und von Jane Fonda, die Aerobic erfand. Aerobic und Seitenscheitel als Inbegriff der Lässigkeit, als Meilensteine kulturhistorischer Errungenschaften. Das sagt alles.

Hätte es damals folgende 5 Dinge nicht gegeben, hätte ich die 80er wahrscheinlich nicht überlebt. In diesem Sinne also mein persönliches Survial-Kit für die Achziger, sollten sie je noch einmal wiederkommen, 5 things you need to survive the 80ies:

1. Rheingold/Dreiklangsdimensionen:
Bei diesem Neue Deutsche Welle-Kracher habe ich mir manchmal die Haare zurecht gezupft. Hätte ich es nicht hören können, ich hätte sie mir gerauft oder ausgerissen.

2. SONY Walkman DD:
Als plötzlich die Kunde aufkam, man könne Musik überall hören, mit einem kleinen Kassettenrekorder und Kopfhörer, war ich spontan begeistert. Ich habe halb Stuttgart abgegrast, bis ich endlich einen SONY Walkman DD ergattert konnte. Danke, SONY, die Erfindung mobiler Musik, das war ein cooler Move.

3. Hercules Ultra 80:
In den Achzigern musste ein Achziger-Führerschein her. Dafür habe ich in den Ferien bei einem Arzneimittel-Großhändler Pillen sortiert. Hätte schlimmer können. Als mir bei einer Party meine geliebte Lederjacke geklaut wurde, war ich über die Herkules noch mehr froh als sonst. Ich fand es angenehmer, in diesem November 10 Minuten im T-Shirt auf der Ultra nach Hause zu brettern als eine Stunde zu Fuß durch die Nacht zu schlottern.

4. Captain Sensible/Wot:
In den Diskos wurde in den Achzigern noch Bingo gespielt. Das war auch das Coolste, was dort getrieben wurde. Captain Sensible hat’s mit Wot und dem für damalige Verhältnisse sehr abgefahrenen Video manchmal wieder rausgerissen.

5. Cheeseburger:
Nachdem ich groß gesoßt wurde, gab es als Teenager in den 80ies plötzlich einen ganz heissen neuen Verzehrscheiss, den Hamburger bzw. Cheeseburger. Jedenfalls tauchte er da in meinem Leben auf und spielte sofort eine Hauptrolle. Manchmal hatte ich so einen Heisshunger auf einen Cheeseburger mit Nachwürzen von Udo Snack, so dass ich extra 30 Minuten mit dem Bus hinfuhr. Aber es hat sich gelohnt. Nie wieder so einen guten Burger gegessen. Der von den Beef Brothers in Köln ist aber auch lecker.

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Leben mit Applelepsie

Eine interessante Entwicklung ist an der Datenschutzfront auszumachen:

Während sich die breite Öffentlichkeit in Deutschland (übrigens NUR in Deutschland) noch über läppische Außenaufnahmen von Häusern via Google Streetview aufregt, macht Apple in den USA bereits den Big Move in Richtung Totalüberwachung – Oh, Entschuldigung, ich meine natürlich Rundumbetreuung – seiner I-Phone-Kunden.

Mittels Patentantrag 20100207721 möchte Apple die künftigen I-Phone-Nutzer mit diversen Killerfeatures beglücken, so dass sie eigentlich gar nichts mehr machen brauchen außer den fünf Primärbedürfnissen Atmen, Schlafen, Essen, Trinken, Fortpflanzen.

Mit dem Argument des Schutzes vor Missbrauch soll das I-Phone dann z.B. selbständig Fotos des Nutzers machen sowie Gespräche mitschneiden und an Apple schicken. Das nenne ich einen interessanten Service, denn ich sehe da – ohne Witz – im Zuge allgemeiner Angst vor Überwachung und Terrorgefahr, aber auch vor Terrorverdächtigungsgefahr im Fall der Fälle einen Vorteil auf Seiten des Nutzers in Koop mit Apple.

Denn sollte man je einmal in die Situation kommen, aus welchem Grund auch immer, von der Polizei, dem BKA oder der CIA unberechtigterweise als Terrorist verdächtigt zu werden, können diese Aufnahmen nämlich zur persönlichen Entlastung beitragen. Wenn man also z.B. vielleicht einmal in einem Telefonat das Wort Bombe erwähnt hat, das durch einen blöden Zufall von einem potentiellen Bundeskeywordscanner aufgezeichnet wurde, so dass plötzlich ein SEK vor der Haustür steht, kann man vielleicht die Herrschaften noch dazu bringen, bei Apple anzurufen, um von wertneutraler Seite zu erfahren, dass sich die Bombe z.B. auf eine leckere Yoghurt-Eisbombe bezog, die man gerade verlustierte oder vielleicht auch auf die schnittige Blondine, die einem in der Straßenbahn gegenüber saß. Ähnliches gilt übrigens auch für Daten, die Google speichert.

Ich sehe also durchaus diverse Gefahren und Risiken im Zuge einer immer transparenten Datenwelt, aber wo Risiken sind, sind auch Chancen. Es kommt eben wie immer darauf an, was man daraus macht oder mit sich machen lässt, und auch mit Krankheiten lässt es sich leben. Sogar mit Applelepsie. Als Appleleptiker hat man immerhin den Vorteil, dass Apple wirklich jederzeit weiss, ob man noch lebt und ein Telefon bedienen kann.

Allerdings würde ich mir von Mister Jobs genauso wie von allen anderen Unternehmern wünschen, dass sie endlich mal diese beliebten Deckmäntelchen abstreifen und die Dinge einfach mal beim Namen nennen, wie sie wirklich sind. Denn die Kunden sind wirklich nicht (mehr) so blöd, wie sie manche vielleicht gerne hätten. Und daran sind z.B. auch Google, Apple, Facebook und alle anderen Vertreter der It- und Vernetzungsbranche “Schuld”.

Ja, das habt Ihr gut gemacht. Auch Sie, Mr. Jobs. Deshalb könnten Sie doch ruhig so cool sein, Ihre Kunden frei entscheiden zu lassen, in welchem Netz sie sich bewegen und mit welcher Software sie arbeiten möchten. Dann wären Sie wirklich eine coole Sau und dann kaufe ich mir vielleicht auch mal ein Produkt von (Big) Apple.

Jetzt tätige ich aber erst einmal ein paar Telefonate. Mit meinem Blackberry.

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Dr. Wespe

Gerade aus dem Urlaub heimgekehrt, hatte ich zur Begrüßung eine erstaunliche Begegnung mit einer Wespe.

Das Fenster in der Küche ist gekippt. Plötzlich kommt eine Wespe herein geflattert. Sie schwirrt ein wenig herum, krabbelt über den Tisch und macht einen Purzelbaum.

Meine Freundin und ich schauen ihr interessiert, aber auch leicht mulmig zu. Dann fliegt sie zum Zuckerstreuer und krabbelt durch das Rohr in den Streuer. Meine Freundin meint, da könne sie nicht mehr heraus kommen. Nein, das könne sie nicht. So intelligent sind Wespen nicht. Nicht diese und keine andere Wespe. Niemals.

Die Wespe krabbelt 1 Minute im Zuckerstreuer herum, labt sich am süßen Gestreu. Dann krabbelt sie durch das Rohr wieder heraus, schwirrt durch die Küche und fliegt durch das gekippte Fenster raus, als ob sie das schon 1000 mal gemacht hat.

Meine Freundin und ich schauen uns baff an. Da kommt die Wespe wieder durch das Kippfenster herein geflattert, krabbelt wieder durch das Rohr in den Zuckerstreuer. Und wieder raus. Wow. Krassowski. Uns kommt ein Verdacht, da der Zucker auch so seltsam, unerklärlich pampig ist: Dr. Wespe macht das schon die ganze Woche so, seitdem wir im Urlaub sind und hat sich genüsslich an meinem Zucker verlustiert.

Höchst erstaunlich. Ein echte Schlauwespe. Vielleicht könnte ich sie ja zusammen mit ein paar Kollegen dressieren und mich von ihnen als Geschwader über meinem Kopf formiert begleiten lassen. Hätte sicher einen hohen Abschreckungsfaktor. Allerdings habe ich keine Lust auf eine Wespe als Untermieter, so klug sie auch ist, denn ich möchte nicht jedes Mal, wenn ich etwas trinke, fürchten müssen, dass ich Dr. Wespe mittrinke und er mir aus Aufregung in die Luftröhre sticht. Ich habe keine Erfahrung mit Luftröhrenschnitten, schon gar nicht bei mir selber, und kann auch gut darauf verzichten.

Deshalb musste sich Dr. Wespe dann auch leider zuerst in einem Zuckerstreuer voll mit Wasser und schließlich auf dem Boden des Hinterhofes wieder finden. So leid es mir tut.

Niemals habe ich so ungern eine Wespe entsorgt. Mach’s gut, Dr. Wespe.

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Sprechen Sie Prollsch?

Jeder kennt sie, viele sprechen sie, manche hassen sie, die meisten amüsiert sie:

Die typische neuartige Jugendsprache, oft unter Mitbürgern mit Migrationshintergrund anzutreffen. Die Sprache, die oft völlig ohne Verben und Pronomen auskommt, dafür mit umso mehr Schimpfwörtern, und dabei meistens liebevoll gemeint ist.

Ich jetzt endlich Namen dazu, weisst Du: Prollsch (prollig meets deutsch).

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Der Eisberg ruft

Hm, in Grönland ist mal wieder ein Rieseneisberg abgekracht.

Das hat aber nichts mit der Erderwärmung zu tun. Nein, nein. Wahrscheinlich haben die Taliban den Gletscher abgesägt, um den Westen zu überschwemmen. Würde das die BILD behaupten, würden es wohl Leute glauben. Traurig genug. Deshalb genug von BILD.

Der abgebrochene Gletscher lässt mich aber an die Ähnlichkeit eines Eisbergs mit dem menschlichen Bewusstsein erinnern. Der Teil des Eisbergs über Wasser ist sozusagen der Verstand, basierend auf Kausalität, Logik und Vernunft. Der Teil unter Wasser entspricht der Gefühlswelt und dem Unterbewusstsein, dem diffusen Teil unserer Persönlichkeit.

Wenn ich mir manche Zustände in dieser Welt so anschaue, kommt mir diese Theorie plausibel vor. Wir Menschen handeln oft so absurd, geradezu grotesk.

Warum? Aus Angst, Gier, Eitelkeit, Scham, Wut, Mut, Hoffnung… All die diffusen, meist unterbewussten Gefühle und (An-)Triebe, die unser Handeln weit mehr bestimmen, als wir es auf der Ebene des Verstandes vielleicht glauben.

Warum auch nicht!? Diese Eigenschaften sind uns Menschen vorinstalliert. Es ist eben die Frage, wie man sie konfiguriert und benutzt. Oder wie man sich von ihnen benutzen lässt.

Was mir an der Eisberg-Theorie Hoffnung macht, ist die Tatsache, dass ich noch nie den sichtbaren und den unsichtbaren Teil eines Eisberg getrennt voneinander gesehen habe. Sie schwimmen immer in diesselbe Richtung. Zumindest sieht es so aus, auf Bildern und in Dokus. Man weisst also ungefähr, womit man es beim unsichtbaren Teil unter Wasser zu tun hat, wenn man den sichtbaren Teil sieht. Aber das sagt mir auch nur mein Verstand.

Ich möchte ein Eisberg sein. Auf keinem Radar. [frei nach Grauzone]

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Big Brüderle goes Google Streetview

Folge 2: Big Brüderle und sein langer Arm

Google Streetview kommt nach Deutschland. Wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Aller Kritik zum Trotz. Das hat Big Brüderle wieder findig hinbekommen. Natürlich, schließlich ist Google sein langer Arm und Big Brüderle kennt sich gut aus in der Anatomie.

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Google me up, Scotti

Aha, Google Streetview kommt bald auch nach Deutschland.

Nun also doch. Noch in diesem Jahr. Kritik zum Trotz. Beachtlich. Aber warum auch nicht!? Denn seien wir doch mal ehrlich: Wir googeln alle gerne. Reiseinformationen, Autos, Rezepte, Bekanntschaften, Geschäftspartner etc.. Aber wenn nach uns gegoogelt wird, hört der Suchspaß immer ganz schnell auf. Warum eigentlich? Das macht keinen Sinn. Das ist Alltagsheuchelei nach dem Motto Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Die digitale Evolution ist schließlich in vollem Gange. Jeder profitiert von ihr. Wenn er will.

Absolute Transparenz scheint mir auf Dauer, zumindest für kommende Generationen, unvermeidlich. Besonders interessant finde ich dabei das Gedankenspiel, wie es wohl wäre, wenn Jeder Alles von Jedem wüsste. Einschließlich Gedanken, die absolute Vernetzung von Körper (das reale Handeln & Erfahren) & Geist auf interaktiver Basis. P2P.

Eine poetische Variante könnte vielleicht so aussehen:

“Ich will ein Geheimnis mit Dir teilen. Ich kann es nicht einfach mit ins Grab nehmen”, sagte mir ein steinreicher, verbitterter, alter Mann, der auf den Tod wartete und noch nie etwas geteilt hatte. “Nichts ist so wie es scheint”, ergänzte er. “Ich weiss”, sagte ich, “Jeder weiss es und deshalb gibt es auch kein Problem”. Da lächelte der verbitterte alte Mann zufrieden, zum erstenmal in seinem Leben, und starb.

Wir werden sehen, wie es mit Vergoogelung der Welt weiter geht. Time will tell. Oder wie eine geistreiche junge Frau jüngst bemerkte: “Man kann nicht ändern, DASS es passiert, aber man kann beeinflussen, WIE es passiert.”

In diesem Sinne betreibe ich auch mein Projekt BEING X. Denn sowas wird kommen. Da bin ich mir ziemlich sicher. Und warum soll man es nicht selber machen, bevor es andere machen, wenn man schon die Idee dazu hatte!?

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